Wie Letrin deinen Brief liest: das Foto bleibt auf dem Handy
Veröffentlicht: 15. August 2026 · 3 Min. Lesezeit · Das Letrin-Team
Niederländische Wörter in diesem Beitrag
Fahre im Text über ein unterstrichenes Wort (auf dem Handy antippen) und sieh sofort, was es heißt.
| Wort | Bedeutung |
|---|---|
| BSN | Bürgerservicenummer · Deine persönliche Nummer für Steuer, Gesundheit und Arbeit |
| IBAN | Kontonummer |
| zaaknummer | Vorgangsnummer |
| DigiD | Behördenzugang |
Einen Brief zu verstehen sollte nicht bedeuten, ihn aus der Hand zu geben. Auf diesem Satz ist Letrin gebaut. Hier steht Schritt für Schritt, was nach dem Foto passiert.
1. Der Text wird auf deinem Handy gelesen
Wenn du das Foto machst, wird das Bild nirgendwohin geladen. Die Texterkennung läuft auf dem Prozessor deines Handys. Das Foto deines Briefes bleibt also bei dir, bis du es löschst, und weil es nie gesendet wurde, stellt sich die Frage nach dem Löschen auf einem Server gar nicht.
2. Persönliche Daten werden auf dem Handy abgedeckt
Sobald der Text da ist, immer noch auf dem Handy, werden persönliche Angaben gesucht und abgedeckt: dein Name, deine Adresse, BSNBürgerservicenummer · Deine persönliche Nummer für Steuer, Gesundheit und Arbeit, IBANKontonummer, Telefonnummer und Vorgangsnummern.
Dabei wird nicht geraten, sondern gerechnet:
- BSNBürgerservicenummer · Deine persönliche Nummer für Steuer, Gesundheit und Arbeit ist eine neunstellige Zahl, die einer eigenen Regel folgt (der Elferprobe). Diese Probe entscheidet, ob eine Zahl im Text eine BSNBürgerservicenummer · Deine persönliche Nummer für Steuer, Gesundheit und Arbeit ist. Zahlen, die nur ähnlich aussehen, bleiben stehen, echte werden nicht übersehen.
- IBANKontonummer folgt der internationalen Mod-97-Prüfung. Dieselbe Logik: Geht die Rechnung auf, ist es eine Kontonummer.
Diese beiden Prüfungen arbeiten deutlich genauer, als alles abzudecken, was nach einer Zahl aussieht.
3. Du siehst, was gesendet werden soll
Dann hält Letrin an und zeigt dir den Text, der gehen würde. Die abgedeckten Stellen sind markiert, und wenn du zusätzlich etwas abdecken willst, einen Namen oder einen Betrag aus dem Brief, kannst du das selbst tun.
Ohne deine Zustimmung geht nichts weg. Dieses Fenster lässt sich auch nicht überspringen; die App macht ohne Zustimmung nicht weiter.
4. Nur der abgedeckte Text geht raus
Nach deiner Zustimmung erreicht den Server nur dieser Text: nicht das Foto, nicht dein Name, nicht deine BSNBürgerservicenummer · Deine persönliche Nummer für Steuer, Gesundheit und Arbeit. Die Erklärung entsteht auf Servern in Europa und kommt zu dir zurück. Der Inhalt deines Briefes wird dort nicht gespeichert; ist die Arbeit erledigt, bleibt keine Kopie zurück.
5. Der Verlauf bleibt verschlüsselt auf dem Handy
Erklärungen liegen verschlüsselt auf deinem Handy. Du legst kein Konto an, gibst keine E-Mail-Adresse und denkst dir kein Passwort aus. Ohne Konto gibt es auch keinen Nutzereintrag, der an dir hängt; die Spalte "du" entsteht nie.
Löschst du die App, geht der Verlauf mit. Ist dir eine Erklärung wichtig, notiere sie oder teile sie.
Warum dieser Aufwand?
Weil ein amtlicher Brief auf einem einzigen Blatt viel über dich trägt: wer du bist, wo du wohnst, was du verdienst, mit welcher Stelle du zu tun hast. Das jemandem geben zu müssen, sollte nicht der Preis dafür sein, ihn zu verstehen.
Und noch etwas: Letrin fragt nie nach deiner DigiDBehördenzugang. Behalte deine Behördensachen in der eigenen Hand; Letrin erklärt nur den Brief.
Die Grenzen, offen gesagt
Die Erklärung wird mit KI erzeugt und kann falsch sein. Prüfe Daten und Beträge immer am Papier. Letrin ist keine Rechts-, Steuer- oder Migrationsberatung; bei einem echten Streit sind Juridisch Loket und die sociaal raadslieden der Gemeinde kostenlos.
Ausprobieren kostet ebenfalls nichts: die ersten Erklärungen sind pro Handy gratis, ohne Konto und ohne Abo-Pflicht.
